Die Geschichte des Pazo liegt noch einigermassen im Dunkel. Fest steht, dass der Pazo in verschiedenen Phasen gebaut wurde, wobei die vermutlich letzte Phase die Verbindung von Haupthaus und Kapelle darstellt.



Vorderansicht der Kapelle des Pazo.

Zur Kapelle und indirekt zum Pazo fanden wir eine Quelle, an dieser Stelle Dank dem Autor Xosé Ricardo Rodríguez Pérez und seinem Text über den Pazo Das Condomas in Maside:

"Precisamente en 1754 don Francisco Saavedra y Mosquera, alcalde mayor de la Jurisdicción de Maceda, como esposo de doña Luisa Feijoó Sotomaior, solicita del obispado de Ourense que para su familia pueda celebrar:

‘El Santo Sacrificio de la misa enel oratorio que fabricó en la Casa de havitación que tenemos en el lugar de Chaioso fregresía de Maceda’."

Es baten also die Besitzer des Pazos, Don Francisco Saavedra y Mosquera und seine Frau Luisa Feijoó Sotomaior im Jahr 1754 den Bischof um die Weihung der Kapelle, als Teil ihres dortigen Anwesens, um dort die heilige Messe zelebrieren zu können. Somit sind sowohl Pazo als auch Kapelle von vor dem Jahr 1754.

Zu dieser Zeit bewohnte der Conde de Maceda, Alonso de Lanzós Andrade y Novoa die etwa 400 Meter oberhalb gelegene Burg Torre (Turm) de Maceda, seit einigen Jahren "Castelo de Maceda" genannt. Es heisst, Alonso de Lanzós e Novoa liess den Pazo für einen illegitimen Sohn errichten, eine noble Geste sollte dem so sein. Weiter heisst es, es existiere ein unterirdischer Gang zwischen der Kapelle des Pazo und dem Torre, je nach Autor mit oder ohne einer Riesenschlange und voller Gold. Wir haben allerdings in bislang mehr als zwei Jahren intensiven Grabens und Klopfens weder Gang noch Schlange geschweige denn Gold finden können.


Der Brunnen zeigt die Jahreszahl 1808, die aber auch mit der Vertreibung Napoleons aus Móstoles (Madrid) im gleichen Jahr zu tun haben könnte.




Die Wappen sind offenbar fast 2 Jahrhunderte auseinander, das unten auf dem Foto zu sehende Wappen des Hauptportals zeigt im Zentrum das Schwert und die orientalischen Münzen der Familie Feijoo. Links oben das Wappen der Enriquez, rechts oben das der Mosquera (5 blutende Wolfsköpfe), links unten das Wappen der Familie Losada. Über deren Wappen sieht man ein Kreuz und ein rundes Symbol, Zeichen dass die Familie Teil der Hierarchie der Inquistion war (zumindest was dies angeht geloben wir nun die Sache zum Besseren zu wenden). Alle diese Familien waren nicht offenbar nicht adlig, sondern im Stande der Ritter (Caballeros).


Das zweite Wappen, vom Beginn des 17. Jahrhunderts datierend, zeigt links oben zwei Ziegen, aufgerichtet an einer Eiche, Zeichen der Familie Sotelo. Rechts oben zwei Wölfe in einem Boot, darunter Wellen stehen für die Familie Cadornigas, die wiederum direkt mit der Burg von Maceda in Verbindung steht. Die drei Striche stehen für die drei fajas der Familie Rivera. An dieser Stelle vielen Dank für diese Information an Don Florencio Rodríguez-Montero.


Wappen über dem Ausseneingang des Alpendre, oben links zwei Ziegen an einer Eiche, das Symbol der Familie Sotelo


Die vor uns letzten Bewohner des Pazo waren Ramón Villarino de Saá und seine Frau Araceli Anta Nova. Er war Staatsanwalt, bis zu seinem Rücktritt im Jahre 1922 "Delegado regio de Primera enseñanza en Orense" sowie 1936 Mitglied des spanischen Parlaments, der sogenannten Cortes. Er schrieb eine Reihe von Büchern bzw. Theaterstücken, u.a. "El Pajaro Negro" und "Piedras Galayas".

Er verstarb am 27.3.1959, und seine Witwe wohnte bis zu Ihrem Tode am 18.11.1983 im Pazo. Sie wurde wohl zunehmend wunderlicher, hielt Schafe in der Kapelle und liess bemerkenswert schlecht gemachte Kaninchen- und Hühnerställe errichten (wir hatten die Freude sie beseitigen zu dürfen). Die beiden hatten keine Kinder, weshalb Neffen das Anwesen erbten und es 2003 an ein Konsortium verkauften, von dem wir dann den Pazo erwarben.


Seit 2008 sind wir mit der Restauration des Komplexes beschäftigt.

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