Das galizische Wort Pazo kommt von Palatium, Latein für Herrenhaus oder Palast. Das Wort Palast führt allerdings etwas in Irre, obwohl es Pazos von palastartiger Grösse gibt. In unserem Falle ist es aber nicht ganz so gewaltig, obwohl das Gebäude nicht klein ist. Genaugenommen handelt es sich um vier Gebäude, alle miteinander verbunden.

Das Eingangsportal, im Hintergrund die Kapelle:





Fangen wir im Süden an: Das Haupthaus (von uns Pazo genannt),
hier die Strassenseite, eine Aufnahme vom Sommer 2008:





Und hier nochmal das Haupthaus, diesmal von Westen, also vom Grundstück aus (Juni 2009):




Das Pazo und Capilla (Kapelle) verbindende Gebäude (Caseros genannt, da dort früher die Bediensteten, die sogenannten Caseros der Herrschaften wohnten und kochten), hier bei leichtem Niederschlag im Oktober 2008, vom Eingangshof (Patio) aus gesehen:




und hier bei etwas besserem Wetter im Dezember 2011:




Die Kapelle (Capilla), hier noch vor der Dacherneuerung:




und schliesslich der Alpendre. Alpendre bedeutet eigentlich soviel wie Balkon, was untertrieben ist, da der Alpendre das zweitgrösste Gebäude und das einzige komplett oberirdisch (zukünftig) zweigeschossige des Gebäudekomplexes darstellt. Ansicht von Süden (Dezember 2011):



Allein mit Fotos alles etwas unübersichtlich. Daher nun eine Zeichnung: Alle Gebäude sind in der Form eine Treppe von Süd nach Nord angeordnet, und stammen eindeutig aus verschiedenen Bauphasen. Umso erstaunlicher ist es, dass die südlichste Ecke des Pazo und die nördlichste des Alpendre verbunden eine exakte Süd-Nordachse ergeben.



Die Reihenfolge der Bauphasen ist nicht ganz geklärt. Der vermutlich älteste Teil des Ensembles ist  der Alpendre (ganz im Norden), gefolgt vom in Ost-West-Achse verlaufenden Teil des Haupthauses. An diesen wurde der strassenseitige Teil des Pazos (der südlichste Teil) angebaut. Gleichzeitig entstand womöglich die Kapelle, und schliesslich wurden noch Haupthaus und Kapelle verbunden. Die ältesten Teile dürften vom Anfang des 17. Jahrhunderts stammen, die jüngsten vermutlich vom Beginn des 19. Jahrhunderts.

Aufgrund der lokalen Geographie ist es unmöglich aussagekräftige Fotos des Gesamtkomplexes zu machen. Ausser Zeichnungen ergeben nur Luftaufnahmen ein wenig Sinn, wobei wir da auf das zurückgreifen müssen was es gibt. Auf Google Earth sieht man zur Zeit, was diese Gegend angeht, nicht besonders viele Details. Daher hier eine Aufnahme von Bing: Wie immer bei solchen Aufnahmen gehen die Gefälle verloren, im richtigen Leben fällt das ganze Gelände recht stark von oben nach unten (also von Nord nach Süd) ab. Die Aufnahme muss vom Frühsommer 2011 stammen:





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